Er hat die Stiftung Seemannshilfe 2016 gegründet und den vorangegangenen Verein Deutsche Evangelische Seemannsmission e. V. über Jahrzehnte maßgeblich geprägt: Am 30. Januar 2025 ist Diakon Wilhelm Seehase im Alter von 95 Jahren in seinem Zuhause in Fockbek friedlich eingeschlafen. Bis zuletzt hat er sich mit christlichem Kompass und der Weisheit eines erfüllten Lebens aktiv und auf vielfältige Weise ehrenamtlich engagiert. Nicht nur für die Seeleute der Ostsee und die estnische Seemannsmission in Paldiski, sondern in zahlreichen Vereinen und sozialen Initiativen. Die Vielzahl der Aktivitäten des Trägers des Bundesverdienstkreuzes an dieser Stelle aufzuzählen, würde den redaktionellen Rahmen dieser Spendenbitte sprengen. Auf der Startseite unserer Website www.stiftung-seemannshilfe.de findet sich ein Nachruf mit ausführlichen Beschreibungen seines Wirkens.
Trauer und Anteilnahme kamen auch von Freunden und Weggefährten aus Estland. Matthias Burghardt, Pfarrer der deutschsprachigen Gemeinde in Tallinn, der unsere Stiftung vor Ort unterstützt, sandte ein Beileidsschreiben und betonte darin: „Wilhelm war ein Netzwerker der Nächstenliebe. Als solcher ist er dem hohen Anspruch nachgefolgt, den die christliche Ethik dadurch stellt, dass sie das Liebesgebot über alle Regeln und Gebote setzt, wohl wissend, dass Liebe göttlichen Wesens ist, hinter deren Anspruch wir Menschen letztlich immer zurückbleiben. Diese Tatsache entbindet uns jedoch nicht von dem Anspruch, es trotzdem mit unserem Leben zu versuchen, wie Christus es geboten hat! Das hat Wilhelm getan, in seinem jahrzehntelangen Engagement im Grossen, aber auch in ungezählten kleinen Taten, Worten und Gesten.“
Die Meremisjon Paldiski und die Stiftung trauern um Wilhelm Seehase. Er hinterlässt aufgrund der Einzigartigkeit seiner Persönlichkeit eine schmerzliche Lücke, die jetzt alle Beteiligten mit Zuversicht und einem beherzten Blick nach vorne füllen müssen. Dafür arbeitet vor allem Riina Kangro, die das ehrenamtliche Team der Seemannsmission in der estnischen Hafenstadt leitet. Noch immer ist ihre Arbeit auf Spenden angewiesen. Denn die Hoffnung auf eine feste Finanzierung durch den estnischen Staat oder die Kommune hat sich bisher nicht erfüllt. Gemeinsam arbeiten wir hier an langfristigen Lösungen. Immerhin: Die öffentliche Wahrnehmung der Meremisjon ist spürbar gestiegen. Ein deutliches Zeichen der Anerkennung war beispielsweise der Besuch der scheidenden deutschen Botschafterin Anette Klein in Paldiski im „International Seemannsclub Wulf Plesmann“. Im Gegenzug erhielt Riina die Einladung zum Empfang einer Delegation schleswig-holsteinischer Parlamentarier in der Deutschen Botschaft Tallinn.
Riina berichtet regelmäßig über die Aktivitäten der Meremisjon: „In 2024, we have been engaged in the reception of crews of 41 ships, The Russian tanker embargo has not affected our work, my fears turned out to be wrong. We can devote more time to the crews of merchant ships, an cruide oil is now brought through Denmark and Norway. The transport of palm oil and sunflower oil will also continue. The ships are in the port for five to seven days and the crews are given a city permit. Of course, the inspections are stricter, and the control in the port is firm.“
Im Seemannsclub im Zentrum der Hafenstadt schreitet die Renovierung der Räumlichkeiten voran – auch dank Ihrer Spenden! Riina ist darüber sehr glücklich: „The process of replacing the door and renovating the corridor of the mission is nearly finished. I am extremely happy that my work of ten years of persuasion has given the results. The stress day, when you come to work and are ashamed of the horrible look, has given me most of my wrinkles and gray hair, but now I am hilarious.“
Der Blick geht mit viel Zuversicht nach vorne – und damit das auch so bleibt, sind Ihre Zuwendungen an unsere Stiftung für den Betrieb des Clubs und des Multivan-Transporters unverändert wichtig. Nehmen Sie gerne Anteil an der Arbeit der Meremisjon Paldiski! Es lohnt sich, bei Facebook, sofern Sie dort angemeldet sind, den Account „paldiski seamens mission wulf plesman“ aufzurufen und laufend Interessantes in Wort und Bild über die dortige Arbeit zu erfahren. Unsere zum Teil bereits langjährigen Spender zeigen uns, dass sich der rein ehrenamtliche Einsatz der Stiftung lohnt. Die Zuwendungen für den Leuchtturm christlicher Nächstenliebe an der estnischen Küste, die nur durch Ihre Spenden möglich werden, sind gut und nachhaltig angelegt. Dafür gilt Ihnen schon jetzt unser herzlicher Dank. Auch „kleine Münze“ ist eine große Hilfe. Selbstverständlich erhalten Sie von uns eine Spendenbescheinigung.









