Seefahrer sind besonders betroffen von den Krisen unserer Zeit. Kaum ist Corona mit seinen Beschränkungen weitgehend überwunden, verursachen Kriege, allen voran der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, erneut Sorgen und Unruhe. In diesen Zeiten sind stabile und nachhaltige Anker im Strudel der aktuellen Ereignisse überaus wichtig. Der Paldiski Evangeelne Meremisjon im estnischen Handelshafen Paldiski verleiht das mehr denn je große Bedeutung.

Wie dieser stabile Anker konkret Positives für die Seeleute entfaltet, kann man zum Beispiel den Schilderungen von Riina Kangro entnehmen, die die Meremisjon leitet: „Trotz der schwierigen Situation in der Welt kann ich froh sein, dass die Schiffe unverändert im Frachthafen vor Anker gehen. So haben wir immer wieder Seeleute in unserem Seemannsclub, die sich hier ausruhen und Spaß haben. Einige von ihnen fühlen sich besonders wohl, weil sie im Laufe eines Jahres bereits schon vier oder fünfmal in Paldiski waren. Nicht selten geben die Schiffe ihre Ankunftszeiten und speziellen Anliegen vorab mit Hilfe der sozialen Medien bekannt. Als mitten im tiefsten Winter der Tanker ‚Marcellus Lady‘ auf den Hafen zusteuerte, hatte der Kapitän ein großes Problem: Wo konnte er auf die Schnelle Winteranzüge für seine Besatzung herbekommen? Zusammen mit dem Agenten der Reederei haben wir es geschafft, dieses Problem zu lösen.“

Apropos soziale Medien – sie sorgen Jahr für Jahr mehr für eine Kommunikation mit den Seefahrern, auch in Zeiten, in denen diese längst wieder auf hoher See sind. Wer bei Facebook angemeldet ist, kann unter dem
Account „paldiski seamens mission wulf plesman“ laufend neue Eindrücke von der ehrenamtlichen Arbeit der Meremisjon in Text und Bild sammeln.

Die Finanzierung dieser Arbeit muss Jahr für Jahr aufs Neue „erkämpft“ werden. Bisher ist es nicht gelungen, von staatlichen Stellen eine dauerhafte finanzielle Unterstützung zu bekommen. Kleinere Erfolge gibt es
gleichwohl: „Immer wieder haben uns Freunde geholfen, Ein gutes Beispiel ist der der Kapitän des Südhafens von Paldiski, Andreas Kungla. Dank ihm müssen wir keine Steuern für die Hafenbesuche zahlen. Das eingesparte Geld kommt unserer Missionskasse zugute“, berichtet Riina. Und dennoch – ohne unsere Zuwendungen an die Meremisjon könnte der „menschliche Leuchtturm“ an der Küste Estlands nicht fortbestehen. Da die Stiftung Seemannshilfe selbst ehrenamtlich arbeitet, ist sie selbst auf Spenden angewiesen, um diese Hilfe leisten zu können – auf Ihre Spenden!

Vieles muss finanziert werden, allem voran Betrieb und Unterhaltskosten für den Seemannsclub, der den Namen des verstorbenen Kapitäns a.D. Wulf Plesmann trägt, ferner für den Multivan-Transporter, der die Seeleute vom Hafen in den Club und wieder zurückbringt. Diese Mobilität ist außerordentlich wichtig, da die Schiffsbesatzungen sonst im Hafen isoliert bleiben würden und nicht in unseren Club in der Stadtmitte gelangen könnten. Die Meremisjon benötigt hierfür jährlich mindestens 12.000 EUR. Ihre Spenden versetzen uns in die Lage, die Arbeit unserer Brüder und Schwestern in Paldiski auch in diesem Jahr weiter zu unterstützen. Übrigens:  Auch  „kleine Münze“ ist eine große Hilfe. Selbstverständlich erhalten Sie von uns eine Spendenbescheinigung.

Last but not least: Für eine Spende ab 10 auf der Überweisung schicken wir ihnen die maritime Stationsflagge der Meremisjon, die auf Schiffen beim Einlaufen in den Hafen von Paldiski im Wind flattert und den Besuch der Mannschaft ankündigt. Vergessen Sie dabei nicht, Ihre Adresse anzugeben.

 

PS:
Diese Spendenbitte erfolgte mit dankenswerter Unterstützung der Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland mbH (WGKD), Hannover, eine Selbsthilfeeinrichtung der evangelischen und katholischen Kirche. Wir empfehlen die beigefügte Information des Unternehmens Ihrer Aufmerksamkeit. Sie finden dort Angebote, mit denen Kirchengemeinden, kirchliche-soziale Einrichtungen und auch ehrenamtliche und hauptberufliche Mitarbeiter/innen der Kirchen und ihren Einrichtungen bei vielen Dingen des täglichen Lebens (z. B. bei der Energieversorgung) bares Geld sparen können.